 Foto: Slawek@flickr Reich, reicher, am reichsten. Wenn in derartigen Kategorien gesprochen wird, denken viele Polen an einen Namen: Jan Kulczyk. Er gilt als der reichste Pole mit einem geschätzten Vermögen von 5,9 Milliarden Zloty (ca. 1,4 Mrd. Euro).
Kulczyk betreibt eine Art Investmentbank in Familienbesitz. Und da es bekanntlich schwer ist, ein Milliardenvermögen aufzubauen, musste auch er „klein“ anfangen. In den 1980er Jahren bekam Jan Kulczyk von seinem in Berlin lebenden Vater eine Million für den Aufbau der eigenen Firma zur Verfügung gestellt. Mit diesem Geld gründete Kulczyk ein auf Im- und Exporten spezialisiertes Unternehmen. Während der kommunistischen Herrschaft ist er alleiniger Importeur von Volkswagen-Autos.
Mit beginnender Privatisierung der sozialistischen Volkswirtschaft agiert er als umtriebiger Geschäftsmann. So war er Aktionär bei Polens größtem Unternehmen PKN Orlen. Natürlich kaufte er sich auch Anteile des Telekommunikationsunternehmens Telekomunikacja Polska (später gewinnbringend weiterverkauft an France Telecom), an dem Mobilfunkbetreiber Polska Telefonia Cyfrowa (später gewinnbringend verkauft an die Deutsche Telekom), oder an der Warta-Versicherung, dass er später –natürlich gewinnbringend- an KBC verkauft hat.
Nach eigenen bekunden ist es ihm persönlich zu verdanken, dass Volkswagen ein Werk in Posen errichtet hat. Heute gehören zum Imperium des Herrn Kulczyk Logistik- und Telekommunikationsfirmen, Autobahnbetreiber, Förderunternehmen für Öl und Gas, dementsprechend die dazugehörigen Energieerzeuger und ein 3,8 %tiger Anteil an dem zweitgrößten Brauereikonzern der Welt. Dieser stellt übrigends das polnische Tyskie-Bier her.Privat ist Herr Kulczyk einer der bedeutendsten Kunstsammler Osteuropas.
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