Polen Einstieg ins Land

Einstieg in das Land


Foto: Bartdubelaar
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Polen wurde schon im 10. Jahrhundert von mehreren Volksstämmen gegründet, später prägte der Deutsche Orden vor allem Danzig. Sie machten aus Danzig eine der blühendsten Hafenstädte in Mitteleuropa, was dem Land goldene Zeiten bescherte. Nach dem Zusammenschluss Polens mit Litauen im 14. Jahrhundert, war dieses Land der derzeit größte europäische Staat. Das 17. und 18. Jahrhundert brachte Polen eine lange Zeit der Teilung und das Ende der goldenen Zeiten, eine Wiederherstellung Polens begann erst nach dem 2. Weltkrieg. Wer der Geschichte Polens nahe sein möchte, der besucht die mittelalterliche Marienburg in Malbork (Marienburg). Die imposante Backsteinburg beherbergt ein Museum, das dem Besucher das mittelalterliche Leben vorzüglich veranschaulicht.

Die Natur Polens

Foto: vlod007
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Die polnische Landschaft besticht durch ihre unendliche Vielfalt. Lange Sandstrände und zerklüftete Felsen findet man entlang der Ostsee. In Richtung Süden durchziehen das Land viele Gebirge, Auen- und Seenlandschaften sowie tiefe Wälder. Polen zählt zu einem der seenreichsten Länder der Erde. An der Grenze zu Weißrussland liegt der letzte europäische Urwald, der Lebensraum für viele seltene Tiere und Pflanzen ist. Der Bia?owie?a-Nationalpark besitzt auf polnischer und russischer Seite den Status Weltnaturerbe und Biosphärenreservat der UNESCO.




Die polnischen Menschen

Je weiter man sich in Richtung Osten des Landes befindet, desto seltener sind die Polen der deutschen Sprache mächtig – tun ab und an aber auch nur so. Englisch ist hingegen recht verbreitet, dennoch ist es des Polens größte Freude einem mit Händen und Füßen ein paar Brocken der polnischen Sprache beizubringen.

Eine durchaus positive Eigenheit ist allen Polen gemein: der Pole grüßt gerne. Wem als Besucher dieses Landes das Grußwort "
Czesc" nur schlecht über die Lippen kommt, der kann sich auch schlicht des "Hallo" bedienen – dazu gehört ein herzliches Händeschütteln. Vertraute Bekanntschaften hauchen sich auch gern einen freundschaftlichen Kuss auf die Wange. Wenn man eine Polin oder einen Polen mit Titel (z.B. Doktor) anspricht, sollte man es nicht unterlassen auch die Anrede Frau (Pani) oder Herr (Pan) zu nennen – das gehört zur polnischen Höflichkeit. Eine Person nur mit Nachnamen zu rufen, geht in Polen gar nicht. Ist einem der Gegenüber bereits bekannt, kann man die Person durchaus mit einem vorangestellten Pani, beziehungsweise Pan und dem Vornamen ansprechen.

Eine Dame zu Gast in Polen sollte nicht erschrecken, wenn ihr plötzlich ein Handkuss "droht". Diese Geste lebt hier mehr oder weniger noch immer – die Dame sollte versuchen eine Möglichst grazile und souveräne Figur in einer solchen Situation abzugeben. Dass Herr Pole jeder Dame den Vortritt lässt versteht sich von alleine, polnische Männer sind bekannt für ihre galante Art und verteilen auch gerne gekonnt Komplimente.
Für die polnische Frau hingegen ist die Familie ist das höchste Gut was es gibt. Diese Frauen wollen neben der Karriere ein intaktes Famielienleben führen. Polnische Frauen sind häuschlich, aber auch modebewußt. Die Polinen sind nicht nur rassig, sondern auch bescheiden, häuslich und hängen nicht an Luxusgütern. Die polnischen Frauen sind auch ruhiger in ihren Wesen. Ein polnisches Sprichwort sagt: "Der Mann ist der Kopf und die Frau der Hals, die den Kopf dreht".



Polnische Städte

Wer Polen richtig kennen lernen will, sollte die Metropolen besuchen. Die Hauptstadt Warzawa (Warschau), das geschichtsträchtige Kraków (Krakau) und die alte Hafenstadt Gdansk (Danzig). Warschau ist nicht nur die Hauptstadt Polens, sondern auch das wirtschaftliche Zentrum in Osteuropa. Mit 1,7 Millionen Einwohnern ist Warschau die achtgrößte Stadt der europäischen Union. Unterteilt in die moderne Neustadt und die liebevoll restaurierte Altstadt. Mittelpunkt der historischen Altstadt ist der Marktplatz aus dem 13. Jahrhundert. Eingerahmt von prächtigen Bürgerhäusern aus den verschiedensten Epochen, ist er der beste Ausgangspunkt für einen Bummel. Besonders schön sind die Häuser an der Nordseite, da diese im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört wurden und noch ihre ursprüngliche Bausubstanz haben. Sehenswert sind die Renaissancefassaden zum Beispiel im Haus zum Negerlein und dem alt-erwürdigen Baryczka Haus. Von der südlichen Seite hat man den besten Blick auf die Jesuitenkirche aus dem 17. Jahrhundert und die Kathedrale des Heiligen Johannes.

Die zweitgrößte Stadt Polens liegt im Süden des Landes: Krakau. Bis 1596 polnische Hauptstadt, ist heute sie die kulturelle Hochburg des Landes. Nirgendwo in Polen gibt es mehr Theater, Kinos, Festspiele, Festivals, Museen und Kabaretts, wie in Krakau. Wer Krakaus lebendiges Nachtleben kennen lernen will, muss in das ehemalige jüdische Viertel der Stadt gehen. Hier, wo Steven Spielberg große Teile seines Films "Schindlers Liste" drehte, ist heute das Künstlerviertel, mit Jazzlokalen, urigen Kneipen und guten Restaurants in denen man echte polnische Spezialitäten wie gefüllte
Pierogi (Maultaschen) von süß bis deftig geniessen kann. Köstlich, aber kalorienreich. An der Weichselmündung in Pommern liegt die alte Hafenstadt Danzig. Der schönste Weg, die ehemalige Hansestadt zu erkunden, ist ein Gang durch die Frauengasse. Die wohl schönste Straße Polens führt von der Marienkirche vorbei an prachtvollen, mittelalterlichen Bürgerhäusern bis zum Frauentor.

Essen und Trinken auf polnisch

Der polnische Tisch ist meist üppig gedeckt, vor allem mit Fleisch- und Wurstwaren. Das polnische Bigos aus Kohl, Sauerkraut und verschiedenen Hackfleischsorten ist eine Köstlichkeit und allein schon einen Besuch dieses Landes wert. Eine weitere Spezialität stammt aus den Bergregionen Polens. Ein Schafkäse – der Oscypek – den es nirgendwo sonst in der Welt gibt. Neben Tee und Kaffee trinken die Polen in guter Gesellschaft sehr gerne Bier. So erfreuen sich polnische Trinksprüche an jeden polnischen Tisch großer Tradition - und was passt zu einem Trinkspruch besser als ein guter Wodka?! Hat der Gastgeber den ersten Trinkspruch verkündet, gibt es kaum mehr ein halten - es wird auf alles und jeden ein Prost ausgesprochen.