Die Fußball-Europameisterschaft ist für jedes Gastgeberland ein bedeutendes sportliches, kulturelles aber auch wirtschaftliches Ereignis. In etwas mehr als zwei Jahren wollen die Ukraine und das größte osteuropäische EU-Land Polen die Austragungsorte stellen. Die beiden Länder müssen breite Maßnahmen für die Modernisierung und Ausbau ihrer Infrastruktur starten. Wer selbst schon einmal an einem Bauprojekt mitgearbeitet hat -und sei es nur der "Bau" einer Sandburg am Strand- weiß, wie aufwändig und strukturiert hier vorgegangen werden muss. Heute ist es an der Zeit, eine erste Übersicht der eingeleiteten Baumaßnahmen aufzuzeigen. Zumal der UEFA-Präsident Platini stets betont hat, dass entweder beide Länder zusammen die EM ausrichten, oder beide die EM verlieren.
Aufgrund der weltweiten Finanzkrise wurden die Vorbereitungen zur Fußball EM 2012 in der Ukraine gestoppt. Daraufhin hat Polens neuer Fußballpräsident Grzegorz Lato, Deutschland als Co-Gastgeberland vorgeschlagen. Ein weiterer Grund für die gestoppten Vorbereitungen in der Ukraine liegen in der Bürokratie des Landes. So dauere es zu lange Baugenehmigungen einzuholen um EM-Stadien zu bauen.
Die Fußball EM findet 2012 in Polen und der Ukraine statt. Bisher wurden 67,28 Mrd. Euro von der EU für den Bau neuer Stadien, Hotelanlagen sowie Infrastruktur dem Land Polen bereitgestellt. Dabei wird mehr als die Hälfte der Förderung für die Infrastruktur aufgewendet um somit etwa 4.000 Kilometer Schnellstraße und Autobahnen zu bauen. So wird man küftig über die A2 von der Grenze Deutschlands bis nach Warschau per Autobahn etwa 5 Stunden statt bisher 8 h benötigen.