Um gleich eines vorweg zu nehmen: TVP ist nach deutschem Verständnis kein "öffentlich-rechtliches" Fernsehen, sondern Staatsfernsehen. Der polnische Sender mit seinen 2 Vollprogrammen und mehreren Spartenkanälen (z.B. Kultur, Sport, Geschichte) hat ein "politisches Problem".
Seit der Wende 1989/1990 ist TVP von allen Parteien als Machtapparat von Interesse und der institutionelle Aufbau des Senders vereinfacht die politische Einflussnahme. Nach jeder Wahl versucht die jeweilige Regierungspartei die Führungspositionen des Senders mit interessensnahen Managern zu besetzten. So vergab der Wahlgewinner Jaroslaw Kaczynski mit seiner Partei PiS ("Recht und Gerechtigkeit") 2005 wichtige Senderpositionen unter
Sejm in Warschau / Foto: Radio Nederland Wereldomroep @ flickr
Parlametarische Demokratie (Republik) Polen
Polen, das in seiner Geschichte sehr oft als Spielball anderer Nationen und Staaten benutzt wurde, besitzt eine der ältesten Parlametseinrichtungen (Parlament = Volksvertretung) der Welt. 1493 wurde die legislative parlamentskammern "Sejm" und "Senat" gegründet.
Das Staatsoberhaupt (Präsident) wird im Gegensatz zu Deutschland alle 5 Jahre direkt gewählt (einmalige Wiederwahl möglich). Das Parlament wiederum wird alle 4 Jahre gewählt.
Neben Roman Polanski zählt Krzysztof Kieslowski zu einem der polnischen Regisseure, der mit seinen Werken internationale Aufmerksamkeit erlangte. Genauer festgestellt: Das Genre des dokumentarischen Autorenkinos neu definerte. Kieslowski drehte zu Beginn seines Schaffens Kurzfilme und zahlreiche kurzformatige Dokumentarfilme.
Wie in seinen Werken zuvor portraitierte er 1981 mit seinem Film "Pzypadek" ("Der Zufall möglicherweise") endgültig den Zerfall der sozialistischen Gesellschaft in Polen.Ausgangspunkt seines Schaffens war stets der dokumentarische Blick aus dem Alltagsleben heraus. Nach und nach änderte Kieslowski die reine dokumentarische Form seiner Filme und näherte sich dem
Wenn auf Straßen Autos des Typs Fiat 126 fahren, ist man sicher nicht in Italien, sondern in Polen. Das Kleinstauto mit den Abmaßen von etwa 3 Metern Länge, 1,3 Metern Breite und einer Höhe von 1,3 Metern, war 30 Jahre lang das Nonplusultra polnischer Mobilität. Mit luftgekühlten 23 bis 26 PS Motorleistung im Heck ist der "Maluch" (Kleiner), wie ihn die Polen nennen, von 1975 bis 2000 in Lizenz vom italienischen Autobauer Fiat hergestellt worden.
Überraschend ist doch immer wieder, wie viele Menschen in solch einem Auto Platz finden und gemeinsam reisen. Im Sommer ist es auch schon mal üblich, die Heckklappe des Motors zu öffnen, um die Kühlmöglichkeiten des Motors zu erweitern.
Zloto, das Wort für Gold, gibt dem polnischen Zahlungsmittel seinen Namen: Zloty. Allerdings hat das "Währungs-Gold" alles andere als eine goldene Geschichte hinter sich. Stets ist die Währung mit hohem Wertverfall und Inflation in Verbindung zu bringen. So gab es nach dem Zweiten Weltkrieg erst gar keine Münzen. Auf dem Höhepunkt der polnischen Inflation 1992 wurde sogar eine 2-Millionen-Zloty-Banknote
eingeführt.
Aufgrund dieser Tatsache wurde 1995 eine Währungsreform durchgeführt und die alte Währung mit der Abkürzung PLZ in PLN (polnische neue Zloty (poln. polskie nowe Zloty) umbenannt. Durch die wachsende und erstarkende Ökonomie im EU-Land Polen hat sich der Kurs wieder stabilisiert. Aktuell ist der Zloty eine der stabilsten Währungseinheiten Osteuropas. Ein Zloty (internationale Abkürzung: PLN) ist in etwa 0,25 bis 0,30 Eurocent wert.