Krzysztof Kieslowski
Neben Roman Polanski zählt Krzysztof Kieslowski zu einem der polnischen Regisseure, der mit seinen Werken internationale Aufmerksamkeit erlangte. Genauer festgestellt: Das Genre des dokumentarischen Autorenkinos neu definerte. Kieslowski drehte zu Beginn seines Schaffens Kurzfilme und zahlreiche kurzformatige Dokumentarfilme.
Wie in seinen Werken zuvor portraitierte er 1981 mit seinem Film "Pzypadek" ("Der Zufall möglicherweise") endgültig den Zerfall der sozialistischen Gesellschaft in Polen.Ausgangspunkt seines Schaffens war stets der dokumentarische Blick aus dem Alltagsleben heraus. Nach und nach änderte Kieslowski die reine dokumentarische Form seiner Filme und näherte sich dem
fiktionalem Kino an. Sein Ziel, die Abbildung von politischer Realität im Film, kam er unter Zuhilfenahme der Verfremdung seiner Bilder nach. Mit Blenden, Farben und Filtern schuf er seine typische Bildsprache. Mit der "Drei Farben"-Triliogie beendete Kieslowski sein Schaffen. Anlehnung für die Farben-Trilogie war die französische Tricolore. Die Bedeutung der Farben ist Inhalt des jeweiligen Films: Blau-Freiheit, weiß-Gleichheit, rot-Brüderlichkeit. Krzysztof Kieslowski starb am 13. März 1996 im Alter von 54 Jahren.
Frank Beyer
Frank Beyer - ein Regisseur der die Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte filmisch inszenierte. Neben verschiedenen Filmen über den Zweiten Weltkrieg, wie zum Beispiel "Nackt unter Wölfen" thematisierte Beyer kritisch das Leben in der DDR. Sein Film "Spur der Steine" von 1966 mit Manfred Krug brachte ihm ein jahrelanges Berufsverbot während der DDR-Diktatur ein.
Acht Jahre später verfilmte Beyer "Jacob der Lügner" mit Armin Müller-Stahl - der einzige Oscar-Nominierte Film aus der DDR. Nach 1989 wand sich Frank Beyer vom Kino ab und inszenierte Fernsehfilme. Auch hier war die deutsche Geschichte seine Hauptthematik. Der Film "Nikolaikirche" von 1995 beispielsweise erzählt von der Freiheitsbewegung zur Wendezeit in Leipzig. Frank Beyer starb am 1. Oktober 2006 im Alter von 74 Jahren.
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