Polen Woodstock Rückblick auf das Festival 2009 in Kostrzyn

Rückblick auf das Festival 2009 in Kostrzyn

Woodstoock 2009 / Schlammschlacht
Woodstoock 2009 / Schlammschlacht

40 Jahre nach dem legendären „Woodstock Music and Art Festival“ in Bethel / New York fand vom 31. Juli bis zum 2. August 2009 das inzwischen 15. „Woodstock-Festival -Haltestelle Woodstock“ im polnischen Küstrin statt.

 

Riesiges Freizeitangebot

Den stolzen 400.000 Besuchern des größten kostenlosen Open-Air-Festival Europas, wurde während des dreitägigen Spektakels Einiges geboten. Neben der beeindruckenden Hauptbühne mit einmaliger Lichttechnik gab es eine kleinere, aber nicht weniger bemerkenswerte, Folkbühne. Hier konnten sich die Gäste von Künstlern aus ganz Europa, den USA, Asien und sogar der Karibik musikalisch verwöhnen lassen.
Im Dorf der schönen Künste wurden den Besuchern Filme, Theater, Workshops, Joga und verschiedene Vorträge geboten. Die sportlich interessierten Teilnehmer kamen am Sonntagvormittag auf ihre Kosten. Gegen zehn Uhr wurden auf dem Festivalgelände Fußballtore aufgebaut und spo ntan gebildete Mannschaften sorgten für gute Stimmung. Wer durch das Partywochenende noch nicht ausgepowert war, konnte seine Fitness auch bei dem 1½-stündigen Ausdauerlauf rings um das Festivalgelände unter Beweis stellen.

 

Schlammschlacht & Adrenalinkick

Während des gesamten Wochenendes konnten die Besucher sich in einem, mit Hilfe der Feuerwehr angelegtem Schlammloch, austoben und das Kind in sich wieder zum Leben erwecken. Der ganz große Adrenalinkick wartete allerdings beim Bundgie-Jumping. Hier war deutlich zu beobachten, dass zu späterer Stunde bei den meisten Besuchern der Mut und damit auch der Andrang vor dem Kran, der die Gondel in die Höhe zog, stiegen.

 

Alles für das leibliche Wohl

Da es den Läden und Gastwirten in der Umgebung untersagt war, während der Dauer des Festivals hochprozentige Getränke auszuschenken, beschränkten sich die meisten Gäste auf den Genuss von Bier. Glücklicherweise hatte der Hauptsponsor „Lech“ genügend vorgesorgt. Auch an den „kleinen Hunger zwischendurch“ haben die Veranstalter gedacht und mit typisch polnischen Gerichten, wie Pierogie, Krakauer, Zapiekanka und Eisbein verführt.

 

Sicherheit & medizinische Fürsorge

Für Sicherheit und medizinische Betreuung sorgten, neben der polnischen und deutschen Polizei und Feuerwehr, die etwa 2.000 freiwilligen Helfer des Pokojowsky Patrol (Friedens Kommando).
In mehreren Sanitäter-Zelten wurden kleinere Weh-Wehchen, aber auch größere Verletzungen behandelt. Besucher, die etwas zu tief in das Bierglas geschaut hatten und in der prallen Sonne auf dem Festivalgelände einschliefen, wurden von den Helfern mit Quads abgeholt und zum Ausnüchtern in die Sanitäterstationen gebracht.

 

Gründer & Organisatoren

Das kostenlose Festival wird jedes Jahr von der Warschauer Stiftung WOSP (Fundacja Wielka Orkiestra Swiatecznej – Das große Orchester der Feiertagshilfe) als „Danke schön“ für die hunderttausenden, vor allem jungen, Helfer des jährlich im Januar stattfindenden „Großen Finales“ organisiert. Das „große Finale“ ist eine Art „Spendenmarathon“ bei dem Geld für den Kauf von medizinischen Geräten für polnische Kinderkrankenhäuser gesammelt wird.

Kommentare
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Robert  - Schöner Bericht   |2009-08-14 10:18:42
Klingt nach einem sehr coolen Festival.
Sollte ich mir mal überlegen auch mal
hinzufahren.
Wer hat den Artikel eigentlich geschrieben? Ihr habt keinen Autor
angegeben oder fällt das unter "Redaktion"?
Gruß
Robert
Dan  - Hi Robert   |2009-09-21 21:58:24
Ist auf jeden Fall ein tolles Festival, hat schon Spaß gemacht. Würde dir aber
empfehlen einen Mundschutz gegen dem Staub mitzunehmen.
Ja, der Artikel fällt
unter Redaktion. :-)

Vielleicht sieht man sich ja nächstes Jahr vor
Ort....

Grüße,

Dan
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